Excerpt from the explanation (German only):
Das Alltägliche entzieht sich oftmals der Wahrnehmung, es existiert wohlgemerkt unvermindert, doch es verliert seine Resonanz. Es ist einfach da, eine sehr unspezifische Kategorisierung menschlicher (Nicht)Wahrnehmung. Ein Wandelprozess in dem sich die Interaktion und die Kommunikation in der Akzeptanz/Gleichgültigkeit des Gewöhnlichen verschleißen.
Der Entwurf versucht diese verlorenen Stränge wieder aufzunehmen, durch ein subtiles Spiel von Virtualität und Realität und deren übergreifender und Wechselseitiger Beziehung. Ein umgekehrter Konditionierungsprozess also, um die Lücke wieder bewusst werden zu lassen, um sie aus der Lähmung des Selbstverständlichen zu befreien.
Die Baulücke wird mit einer sechsgeschossigen Leinwandkonstruktion geschlossen. Der (Leer)Raum soll nicht besetzt oder gar dominiert werden, er soll erkenn- und lesbar bleiben. Das Computerprogramm „Hausgenerator 1.0“ ermöglicht es jedem Bürger anhand von parametrisierten Vorgaben seine eigene Vision einer Bebauung zu verwirklichen. Die demografische Tendenz wird am Ende eines jeden Tags auf die Fassade projiziert.
Die Begehbarkeit der Geschossstege erzeugt durch das sich abbildende Schattenspiel der Besucher auf den bestrahlten Leinwänden eine Implementierung des Realen in die virtuelle Vision. Es entsteht in der Schnittstelle zwischen Realität und Virtualität eine urbane Vitalität.