Excerpt from the explanation (German only):

Der Supergau pseudo-informativer Wegwerfästhetik bewirkt weder Interesse noch ein nachhaltiges Erinnern an Erlebtes. Wenn einem die Botschaft, insofern es eine gibt, schreiend laut, jedoch nichts sagend, entgegen geschleudert wird erstirbt augenblicklich jegliche Bereitschaft zur Auseinandersetzung. Um diesem viel zu häufig erlebten Messe-Phänomen entgegenzuwirken, übt sich dieser Stand in bescheidener Zurückhaltung und will Interesse wecken durch NICHT-Zeigen des Wesentlichen, sondern durch die abstrahierte Andeutung von „Da gibt es etwas zu sehen“.

Strinseitig befindet sich der Zugang zu dem 1,40 Meter hohen Sockel, in dem sich der geführte Umgang mit Austellungsfläche für die Exponate bzw. Information und Rückzugsbereiche für Gespräche, ruhiges Lesen und Entspannung befinden. Die amorphe, sich durch den strengen Kubus windende Form symbolisiert sowohl die Dynamik des Lebens in gebauter Umwelt, als auch den Ausbruch aus allzu gleichförmiger Monotonie.

Am Ende des Umgangs gelangt man über eine Rampe auf den Sockel, wo sich die Bar, die Garderobe, ein Loungebereich für 6 bis 8 Personen und die freie Veranstalltungsfläche befinden. Hier ist, in exponierter Position, der Ort für alles, was über die bloße Präsentation unternehmensbezogener Information hinausgeht.

Dominierendes Element ist die 6,00 Meter hohe Seitenwand. Neben ihrer Funktion als raumfassendes Objekt, dient sie durch ihre wandelbare Hinterleuchtung als „Atmosphäre-Generator“. Für die unterschiedlichsten Anslässe läßt sich die adäquate Beleuchtung generieren.

Die Konstruktion und Materialität trägt den Eigenschaften eines temporären Bauwerks Rechnung und kann mit den Produkten der Sponsoren erstellt werden. Die in sich geschlossene Formgebung stellt einen klaren Kontrapunkt und Ruhepol zu der heterogenen Wüstenei des üblichen Messe-Wildwuchses dar.