Explanation (German only):


_konstruktion

Die Stahlkonstruktion des Tragwerks wird werkseitig vorgefertigt und montagefertig an die Baustelle geliefert.

Die biegesteif ausgeführten U-Profilrahmen der Module werden im Rastermaß zu Doppel-U-Rahmen verschraubt und mit Druckstäben miteinander verbunden. Die Aussteifung erfolgt durch diagonale Abspannungen in den rückseitigen Feldern und dachseitig durch als Scheibe ausgebildetes Trapezblech.

Die äußere Hülle aus vorgefertigten GFK-Fassadenelementen wird mit einem Schraub-Steck-System befestigt, das eine einfache und schnelle Montage und ein hohes Maß an Dichigkeit gewährleistet.

Die innere Hülle der Aufenthalts- und Servicebereiche besteht wand- und deckenseitig aus transluzenten GFK-Sandwichelementen mit transparenter Wärmedämmung. Der Boden aus tragfähigen wärmegedämmten Metall-Sandwichelementen wird mit einem strapazierfähigen Kautschuk-Bodenbelag im Klebeverfahren versehen.

Die Hauptfachwerkträger des Kragdachs, mit einer Gesamtlänge von über 28.00 m, werden aus Transportgründen in zwei Segmenten angeliefert und mit Schraubverbindungen vor Ort zusammengefügt. Befestigt wird das Dach mit fünf Gelenkauflagern und gehalten von fünf Druck-Zug-Pendelstäben. Die weiteste Auskragung beträgt ca. 18.00 m.

Durch den hohen Grad der Vorfertigung wird die Bauzeit erheblich verkürzt und die Montage vor Ort stark vereinfacht. Die modulare Auslegung auf ein Rastermaß von 4.00 m erzeugt ein Höchstmaß an Flexibilität, das Tankanlagen in unterschiedlichsten Konfigurationen und Größen ermöglicht.

_programm

Das Raumprogramm lässt sich auf Grund der modularisierten Bauweise den jeweiligen Erfordernissen anpassen.

Die Sozialräume der Mitarbeiter, das direkt von außen andienbare Lager und ein Büroraum finden in dieser Konfiguration in zwei Moduleinheiten Platz.

Der Verkaufsraum belegt in dieser Variante ebenfalls zwei Module und hat somit eine Größe von ca. 65 qm.
Die behindertengerecht ausgelegten WC-Anlagen sind in einer Einheit untergebracht.

Ferner sind in je einem Modul eine kleine Servicewerkstatt, eine Waschbox und eine Luft- und Wasserabgabestelle vorgesehen.
Alle dem Publikumsverkehr zugänglichen Bereiche sind barrierefrei erreichbar.

Die Teilung des Baukörpers durch den witterungsgeschützten Eingangsbereich ist nicht zwingend erforderlich, trägt in diesem Fall aber zu der formalen Gliederung der Anlage bei.

_erscheinung / wirkung / fassadenkonzept

Die transluzente Hülle aus glasfaserverstärktem Kunststoff lässt ein Wechselspiel zwischen Innen- und Außenraum zu ohne direkte Ein- und Ausblicke zu gewähren.Sie ermöglicht dem Innenraum ein Maß an Abgrenzung, kapselt ihn jedoch nicht vollständig von seinem Umfeld ab. Von Außen wird die Aktivität im Inneren erahnbar und somit ein Teil der Szenerie.

Bei Tageslicht reduziert sich diese Wechselwirkung auf Minimum schemenhafter Bewegungen. Die Hülle des Daches und der Module lässt den Baukörper als Volumen erscheinen.

Durch die im Fassadenzwischenraum angeordnete Beleuchtung verwandelt sich die Tankanlage nachts in einen Iluminationskörper, der aus sich selbst heraus zu leuchten scheint. Die Konstruktion und das Tragwerk werden ablesbar und die Personen im Inneren erscheinen als Schattenspiel auf der Fassade.

Die zurückversetzte Befestigung des großen Kragdachs entmaterialisiert die konstruktive Verbindung und lässt es wie ein leuchtendes Kissen über dem Tankbereich “schweben”.

Die Hinterlüftung der zweischaligen Fassade läßt sich den klimatischen Bedingungen anpassen. Im Sommer sorgt die zirkulierende Luft im Fassadenzwischenraum für einen zusätzlichen Schutz vor Überhitzung. Bei kalten Temperaturen können die Lüftungsöffnungen geschlossen werden, wodurch die ruhende Luftschicht als isolierender Puffer unterstützend wirkt.